Archive for the ‘Schule’ Category

Er schützt mich, er schützt mich nicht, er schützt mich, er schützt mich nicht…

Donnerstag, Februar 19th, 2009

Als SchülerIn in Berlin wird man es in Zukunft wohl schwer haben, wenn man Wert auf die Selbstbestimmung über seine Daten legt. Wie ich bereits in einem meiner (seltenen) Blogbeiträge berichtete, plant der rot-rote Senat in Berlin, innerhalb der nächsten Jahre zur Vermeidung von Doppelanmeldungen und einiger anderer Gründe mehr, eine zentralisierte Schülerdatenbank einzuführen, in der zahlreiche Daten von SchülerInnen zentral gespeichert werden.
Dass der Datenschutz hier nicht das größte aller Argumente war, ist vorstellbar. Dennoch handelt es sich um eine Gesetzesvorlage, deren Ziel, die Berliner Verwaltung zu entlasten, grundsätzlich positiv zu bewerten ist. Die Fragestellung die sich jedoch daraus stellt haben SPD und LINKE in Berlin etwas falsch aufgefasst. Es sollte nämlich nicht heißen: “Wie überwache ich alle Berliner Schülerinnen und Schüler möglichst lückenlos?”, sondern “Wie kann ich gewährleisten, dass falsche Zuweisungen von Lehrmaterial an Berliner Schulen vermieden werden, ohne dabei die Daten tausender Berliner Schülerinnen und Schüler zu gefährden und zentralisiert zu speichern?”.
Die Lösung dieser letzteren, konstruktiven Fragestellung hat jetzt Matthias Mehldau in einem öffentlichen Dokument zusammengefasst. Mit einer Hash-Verschlüsselung der Schülerdaten ließe sich eine zentralisierte SchülerInnendatei durch anonyme Hash-Werte befüllen, die nur den Schulen, aber nicht den Identitäten der SchülerInnen zugewiesen wären.
Im Gegensatz zu der Gesetzesvorlage von Rot-Rot wäre dies also eine Möglichkeit, ohne zentralisierte Zusammenfassung sensibler Daten Steuermittel zu sparen. Vielleicht sollte die derzeitige Berliner Regierungskoalition in Zukunft vor der Ausformulierung von Gesetzesvorlagen Experten zu Rat ziehen…

Rot-roter Senat auf Schäubles Spuren

Montag, November 24th, 2008

Am letzten Mittwoch hat die Fraktion der SPD und die Fraktion der Linksfraktion einen Antrag ins Berliner Abgeordnetenhaus eingebracht, der die Einrichtung einer “automatisierten Schülerdatei” vorsieht. Im Antrag (PDF) fordern die beiden Fraktionen eine zentrale Speicherung der SchülerInnendaten Berlins. Darin sollen allerdings “nur” (!) einige Daten enthalten sein, wie beispielsweise:

Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht, Anschrift, Namen und Anschrift/Telefonnummern der Erziehungsberechtigten, Schule, Jahrgangsstufe, Angaben zur Durchsetzung der Schulpflicht, Bildungsgang inkl. des erreichten Abschluss, Teilnahme an der ärztlichen Schuleingangsuntersuchung, Art und Umfang der außerunterrichtlichen Förderung und Betreuung, nichtdeutsche Herkunftssprache, Befreiung von der Zahlung des Eigenanteils für Lehrmittel, Schwerpunkte und Förderstufe des sonderpädagogischen Förderbedarfs, Angaben zur Ausbildung.

Als ob das noch nicht genug wäre, und damit so ziemlich sämtliche Daten bis auf evtl. Taschengeld abgegriffen werden könnten, fordern die SPD/LINKE zusätzlich noch die Vergabe einer landeseindeutigen Schülernummer. Immerhin merken sie in der Begründung weiter an, eine “Erfassung einzelner Schulversäumnisse [sei nicht vorgesehen]. Dies würde die einzelnen Schulen bereits organisa-
torisch überfordern.”

Zwar ist die Motivation der rot-roten Koalition in Berlin, Schulwechsel und den damit verbundenen organisatorischen Aufwand moderner zu gestalten und zu verringern, sowie die Durchführung der Schulpflicht besser übersehen zu können, möglicherweise gar nicht so falsch, die damit verbundenen Maßnahmen sind jedoch, aus der Perspektive des Datenschutzes, eine Katastrophe. Die zentrale Speicherung persönlicher Daten sowie die Vergabe einer eindeutigen Nummer für jede/n SchülerIn halte ich für äußerst bedenklich und unzulässig.

Auch stellt sich mir hier die Frage, wie die Linke einerseits auf Bundesebene gegen die Überwachungsmaßnahmen Schäubles protestieren und andererseits auf Landesebene ein solches Gesetz vorschlagen kann. (Im Falle der SPD habe ich jegliche Verwunderung über deren Positionen bereits aufgegeben, wenn ich denn mal eine im große-Koalition-Mischmasch aufgespürt hätte)
Ich bin gespannt, wie sich das Gesetzesverfahren weiterentwickelt und hoffe dass Bene, von dem ich diese Information übrigens erhielt, ordentlich Aufmerksamkeit für die Sache gewinnen und dem rot-roten Senat zeigen wird, dass Berliner Schüler mehr sind, als Nummern in einer “automatisierten Schülerdatei”.

Brain-Computer Interface

Mittwoch, März 5th, 2008

poster21.jpgMeine schriftliche Arbeit ist bereits seit Samstag fertig, gestern habe ich auch mein Poster gedruckt, und nun liegt die Vorbereitung der Präsentation in den letzten Zügen.
Da hier bereits Interesse an der Arbeit geäußert wurde, habe ich sie hier online gestellt. Auch mein Poster (DIN A1) zum simplen Einstieg in die Thematik lässt sich hier begutachten.
Meine Präsentation ist bereits über 1,2 GB groß(!), daher werde ich sie hier natürlich auch nicht hochladen, es ist aber wie gesagt möglich, sich das ganze *live und direkt* am Freitag um 20:15 in meiner Schule anzuschauen.

Konzert und Co.

Donnerstag, März 22nd, 2007

Am Samstag den 24.03. und Sonntag den 25.03. um jeweils 19.00 Uhr wird das Jugendsinfonieorchester Kleinmachnow im Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow ein Konzert geben.
Wer also Lust hat, sich Händel, Gluck, Brahms und anderen anzuhören, sei herzlich eingeladen.

Link zur Galerie.

Eine gute Woche später geht es dann im Event-Programm unserer Schule mit den Jahresarbeiten der zwölften Klasse weiter, die von Themen wie Mandala, über Körpersprache bis hin zu Eventmanagement mal wieder zahlreiche Bereiche abdecken.
Auch das wird wahrscheinlich ganz nett, obwohl mir dafür kaum Zeit bleiben wird.

Nochmal die Daten:
Orchester:
Sa., 24.03. und
So.,25.03., jeweils um 19.00 Uhr.

Jahresarbeiten:
Do., 29.03. 16.30-21.30 Uhr
Fr., 30.03. 16.30-21.30 Uhr
Sa., 31.03. 14.00-20.50 Uhr

Dramaworkshop am 2.2.

Sonntag, Januar 28th, 2007

Seit mittlerweile einer Woche proben wir intensiv im Floyd im Süden von Zehlendorf für die Aufführung unseres Dramaworkshops am 2. Februar um 18 Uhr.
Wer also Lust hat zu kommen, und Szenen aus Hamlet, Le Malade Imaginaire und King Lear zu sehen, sei herzlich eingeladen.

Dramaworkshop

Zur Fettleibigkeit

Dienstag, November 14th, 2006

Aus: “Der rote Ritter” von Adolf Muschg. (ISBN 3-518-39081-3)

Ja, die Festlichkeit wurde frugal. Statt der persischen Äpfel mußte man auf gewöhnliche zurückgreifen und sich etwas einfallen lassen, aus dem Wenigen, das ankam, mehr zu machen. Sogar das Brot, das die Herren und Damen hatten unter den Tisch fallen lassen, stand, zur Milchsuppe verwandelt, wieder auf demselben, und einige Nasen rümpften sich, da aber nichts nachkam, mußte sie aufgegessen werden, wenn man nicht geradezu hungern wollte. Eigentlich war es unmöglich, mit dem Landwein, der jetzt auf den Tisch kam, Gesundheit zu trinken. Dafür stellte sich die Gesundheit selbst ein, sogar bei Damen und Herren, die den Überfluß für unentbehrlich gehalten hatten. Ein eigentümliches Vergnügen begann sich unter der neuen Hausmeierschaft auszubreiten, eine Mischung von Galgenhumor, Sportlichkeit und Schadenfreude über sich selbst, aber noch mehr über unerfüllte Gelüste des Nachbarn. Keiner konnte sagen wie: auf einmal wurde es chic, mit dem Geringeren zufrieden zu sein. Je reicher einer war – und der Prinz war ja der Reichste von allen und ging mit gutem Beispiel voran -, desto weniger schien er bei dieser Verteilung des Mangels zu entbehren. Selber ganz nüchtern, ließ er seine Spielpartner auf dem Turnierplatz bei Brot und Wasser antreten und behauptete, daß sie nun erst lernten, wie man sich richtig tummle. Allmählich wurde das sogenannte Turniermenu – um Linsen, Hafergrütze und Apfelmost bereichert – auch die Regel bei der nachfolgenden Festlichkeit. Besonders die Damen wußten die Neue Kärglichkeit zu schätzen. Denn sie bekam ihrer Figur und sogar der Körperfrische, auch bei der Liebeslust.

Wer sagt hier noch Körnerfraß??

Hochrechnung

Samstag, November 11th, 2006

Nachdem ich mich gestern gründlich verrechnet hatte hier das Ergebnis meiner aktuellen Hochrechnung:
Bei noch ungefähr 800 Seiten ca. 13,33 Stunden Lesezeit “Roter Ritter”.
Das schaffe ich bis Montag!

Update: Noch 746 Seiten, ca. 12,43 Stunden Lesezeit.
Update: Noch 655 Seiten, ca. 10,91 Stunden Lesezeit.
Update: Noch 369 Seiten, ca. 6,15 Stunden Lesezeit.

Update: Vorgegebenes Ziel nicht erreicht! Noch 235 Seiten, ca. 3,91 Stunden Lesezeit.
Update: Dienstag 0:38 h: FERTIG